
Wer hätte das gedacht?
Oben zu sehen sind Mutterkörner, von einer Getreideähre “gepflückt”. Es handelt sich dabei jedoch keinesfalls um Getreidekörner sondern Pilzgewebe (Mycel), welches aus der kornproduzierenden Drüse wächst, kornähnliche Form annimmt und die Dauerform (Überwinterungsform) des Mutterkornpilzes (Claviceps purpurea) darstellt. Es fällt mit den “echten” Körnern zu Boden (bzw. wird mitgeerntet) und bildet bei ausreichender Feuchtigkeit und Temperatur Fruchtkörper, die Sporen ausstreuen, welche wiederum neue Getreideähren infizieren. Mutterkorn enthält unter anderem Lysergsäure, ein Alkaloid, aus dem erstmalig LSD-25 synthetisiert wurde. Da LSD selbst nicht natürlich vorkommt, seine Ausgangssubstanz aber schon, wird es als “halbsynthetisch” bezeichnet.

Dieses Bild stellt kein Beispiel für eine Meinung dar. Es dient ausschließlich dekorativen Zwecken.
Worüber ich nichts weiß, kann ich keine Meinung haben (höchstens ein Gefühl).
Die meisten Menschen setzen Gefühl, Glaube, Vermutung, Verdacht, Idee und Wissen gleich – eine vernünftige Diskussion ist so nicht möglich.
Gefühle sind nicht natürlich / magisch / echt, sie werden maßgeblich beeinflusst durch Erfahrung, Wissen, Kultur, Erziehung, Sozialisation … ohne das uns dies bewusst ist.
Aus Gefühlen resultieren Einstellungen und Ideologien, sie sind das Gegenteil von Openmindedness und die größten Feinde der freien Entfaltung von Gedanken und eines gedeihlichen Miteinanders.
Nur die genaue Beobachtung und Analyse von Phänomenen ist hilfreich bei der Lösung von Problemen, Meinungen sind Un-Sinn. Das einzige, was bei einer Meinung der Fall ist, ist, dass sie meine ist, ansonsten hat sie keine Substanz, sie ist Füllmaterial für Wissensabwesenheit: Gedankenstyroporkügelchen. Eine Meinung ist genauso viel Wert wie eine Krankheit: Die kann man auch haben oder nicht, aber besser lebt es sich ohne. Genau genommen ist die Meinung sogar eine Geisteskrankheit; ein gesunder Geist verzichtet auf eine Meinung wie ein gesunder Körper auf eine Krankheit verzichtet.
Bei genauer Betrachtung und Analyse eines Phänomens können wir sagen, dies und das ist der Fall, wir können das empirisch nachprüfen und gegebenenfalls falsifizieren. Dann können wir sagen, wir hätten uns geirrt. Wenn wir aber etwas meinen, dann können wir später nicht sagen, wir hätten uns vermeint. Die Meinung bleibt wie ein Fußabdruck auf frisch gegossenem Beton.
verschwurbeln – von mhd. sich schwirbeln (sich mit der linken Hand am rechten Ohr kratzen – übertragen sich nicht zurechtfinden [sondern sich zurechtsuchen])
Graphisch lässt sich eine Verschwurbelung als Spirale, aber auch als Krickelkrakel darstellen.
Eine Verschwurbelung ist in der Regel harmlos und vorübergehender Natur; eine besonders starke Verschwurbelung braucht allerdings auch dementsprechend länger, sich wieder zu entschwurbeln. In seltenen Fällen kann es zu einer Verknotung bestimmter Gedanken kommen, die sich zu einer therapieresistenten Dyskognition entwickeln kann. In diesem Falle sollte eine erneute, unkontrollierte Verschwurbelung vermieden werden, in Einzelfällen kann das kontrollierte Herbeiführen jedoch auch zur erfolgreichen Entschwurbelung führen [s. Fischer et al, 2009].
Siehe auch: BEMERKENSWERTE GEHIRNVERSCHWURBELUNG
Die Erstbezeichnung von Dr. Nihil eines alt-bekannten und weit-verbreiteten Phänomens: Gereiztheit und Übellaunigkeit bei Gewitterlagen und Kaltfrontdurchgängen.
Begriffsklärung:
Beschreibung des Phänomens:
Strömt Luft senkrecht vom Erdboden nach oben, kühlt sie sich ab. Es entstehen Haufenwolken. Bei labiler Luftschichtung werden daraus Schauer und Gewitter. Diese Niederschlagsbildung innerhalb der Wolke ist komplex und von Turbulenzen begleitet. Sie führt insbesondere im Sommer in energiereicher Luft zu starker elektromagnetischer Aktivität in der Atmosphäre, die sich z.B. in Blitzentladungen äußert, im Mittel- und Langwellenbereich hören wir ein Knistern im Radio – die sogenannten “Sferics”, elektromagnetische Schwingungen im niederfrequenten Bereich (“VLF”). Diese Sferics sorgen z.B. dafür, das Milch bei Gewitterlagen schneller sauer wird, auch wenn sie ungeöffnet im Kühlschrank steht. Erwiesenermaßen haben sie auch einen Einfluss auf unsere Gehirnstromaktivität. Bei besonders empfindlichen Mesnchen äußert sich das durch Unkonzentriertheit, Gereiztheit und schlechte Laune. Evolutionsbiologisch ist das nicht verwunderlich und sogar sinnvoll: Bei drohenden Unwettern konnten unsere Vorfahren durch die oben beschriebenen Symptome gewarnt sich selbst und ihr Hab und Gut rechtzeitig in Sicherheit bringen. Leider ist so eine Überempfindlichkeit heute ziemlich überflüssig und recht lästig. Sie mit einem medizinisch angehauchten Namen zu umschreiben kann eine Strategie sein, damit besser umzugehen:
“Ich kann heut nicht, ich habe akute konvektiv bedingte Dysphorie.”
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