DAS GEHEIMNIS DES FUGU-KUGELFISCHS

kuglfisch

KUGLFÜSCH - FUGU

Der Kugelfisch gehört zu begehrtesten Delikatessen der japanischen Küche. Sein Fleisch ist äußerst köstlich. Sein Gift äußerst tödlich. In Japan sterben jährlich ca. 200 – 300 Menschen an einer Fugu-Vergiftung. Warum setzen sich Feinschmecker immer wieder diesem Risiko aus? Sind die Köche nach 3 Jahren Ausbildung nicht genug geschult oder zu ungeschickt beim entfernen der kritischen Körperteile?

“Da sich die Giftigkeit einer Substanz aus der Dosis ergibt, muss es auch eine jeweils ungiftige, das heißt unschädliche oder gar nützliche Dosis geben. Das trifft auch für den Fugu zu. Die Fähigkeit eines Fugukochs, der in Japan eine Prüfung ablegen und eine Lizenz erwerben muss besteht nicht darin, den Fisch vom Gift zu befreien, sondern in der Kunst, dem Mahl eine gewisse Spur an Gift zu belassen. Daher fragt der Koch die Kunden gewöhnlich, wie ‘stark’ die Wirkung sein darf.”

Das im Fugu enhaltene Tetrodotoxin ist nicht nur eine der giftigsten, nicht proteinhaltigen Substanzen, welches eine komplette, neuromuskulare Lähmung bewirkt sondern auch ein ‘todsicheres’ Aphrodisiakum.

“In Nippon gibt es rund zweitausend lizensierte Köche und ebenso viele Spezialitätenrestaurants. Ein Fugu Dinner ist enorm kostspielig; in Fugurestaurants verkehren denn auch meist nur gutsituierte Geschäftsleute, die für die anschließende Nacht Damen ‘mieten’.”

Christian Rätsch beschreibt die Wirkung als phänomenal, elektrisierend, stimulierend, die Begierde anheizend, mächtig psychoaktiv aphrodisierend…

Quelle: “Lexikon der Liebesmittel” von Christian Rätsch & Claudia Müller-Ebeling (AT-Verlag, 2003)

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